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Die positive Energie des Kletterns (Stadtkinder 6+, Stangenwand)

Rechtzeitig zum Start in die Gebirgssaison wird der Arbeitsstress gerade etwas weniger.

Gut so, denn erst vor kurzem habe ich einem Kletterpartner und lieben Freund gestanden dass mir seit einiger Zeit etwas fehlt. Klettern erzeugte in mir immer intensive Gefühle von welchen ich dann oft Monate, teils Jahre an langen Arbeitstagen zehren konnte. Das Arbeitsleben hat in letzter Zeit leider überhand genommen und es geschafft dass ich mich dauerhaft leer fühle. Die positive Energie welche mir eine Kletterei gibt ist schon nach wenigen Tagen verbraucht.
Was kann ich nun dagegen tun? Mehr Klettern geht leider nicht so einfach ausserdem darf ich mich mit heurigen 42 KletterTourenTagen in echt nicht wirklich beschweren. Aber öfters mal hinsetzen und in Ruhe in Erinnerungen schwelgen um dem Alltag etwas zu entfliehen sollte schon möglich sein und eventuell etwas helfen.

Ich denke Jeder hat gewisse Orte mit denen er besonders schöne Erlebnisse in Verbindung bringt. Bei mir ist es unter anderem die Stangenwand! Hier durfte ich meine erste wirkliche Alpintour klettern, den eindrucksvollen Stanglpfeiler. Seit damals war ich schon oft an diesem tollen Berg, viele habe ich hier erlebt.

Liselotte Buchenauer schrieb in ihrem Buch 'Hochschwab' ...Die Stangenwand ist die Gralsburg des Hochschwab. In ihrem Reiche suchen die Ritter der Berge nach ihrem Gral...

Ja, ich denke das kommt bei mir so in etwa hin.

Letztes Jahr Mitte Juli kletterte Matthias mit mir die 'Stadtkinder'

Hochschwab - Stangenwand - Stadtkinder 6+ Tour
 
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Schon im Zustieg kann ich mich jedes Mal aufs neue an diesem beeindruckenden Berg erfreuen.


Ha! was sehen unser Augen? Da hat doch glatt ein Wiederholer eine Art Einstiegspodest gebaut, das wird natürlich sofort entsorgt und ins Schotterkar hinuntergerollt. Schon kurz darauf verfluche ich mich selbst da ich Zwergerl mit der ersten Länge beginnen darf.


Nach dem knackigen Start geht es aber bald schon über herrliche Platten zum Standplatz.


In der zweiten Länge gibt es teilweise noch etwas lockere Knödel, aber nichts was wirklich störend wäre.


In der dritten Länge teilt man sich einige Meter den Weg mit SW-Wand und Stanglpfeiler bevor man steil nach rechts in die Platte steigt.


Nach einer feschen vierten Länge geht es vom Standplatz mit traumhafter Aussicht nach links Richtung Schlüssellänge.


Die Mondkante, an der man zu Beginn den Stanglpfeiler kreuzt. Einfach herrlich!


Auch der Blick hinunter ist hier beeindruckend, hier steige ich gerade zur Schlüsselstelle.


Immer wieder schweift der Blick hinüber zum ebenso wunderschönen Beilstein, an welchem ich auch schon einige tolle Tourentage geniessen durfte.


Das Ende der lässigen Verschneidung aus der achten Länge. Der wacklige Felsturm nahe des Standplatzes hat inzwischen schon den Weg zum Wandfuss genommen.


Steil geht's in die nächste Länge in welcher dann noch eine einfache aber doch irgendwie grausliche Querung auf uns wartet, was aber der Kletterfreude garnichts ausmachen kann.


Die zehnte Länge gehört zwar sicher zu den schönsten dieser Tour, aber leider sieht man sich hier nicht wirklich. Ausser man würde auf halbem Weg am Zwischenstand halt machen, womit der Vorsteiger (bei Wechselführung) aber freiwillig einen super feschen Riss an den Kollegen abgeben würde. Dieses Glück hatte ich damals leider nicht.

Egal denn auch die elfte Länge bietet tollen Fels.


Hier in der Ausstiegslänge darf man dann nochmals etwas mitdenken.


Kaum im Ausstieg angekommen steht man schon in der typischen HochschwabWiese.



Nochmals wird zum Beilstein geschaut welcher nun schon deutlich unter uns liegt bevor wir dann über die Hochfläche in einem grossen Bogen zu seinem Wandfuss hinunter und weiter ins Tal absteigen.


Kurz vor dem GH Bodenbauer drehe ich mich noch einmal um und verabschiede mich von 'meiner' Stangenwand.



...


Tja, das Träumen hat tatsächlich etwas geholfen, ich kann die Stangenwand schon wieder fühlen, schmecken, sehen, … bald werde ich sie wohl auch hoffentlich wieder berühren dürfen.

Danke!


Ort (Karte)

Viecher
Filmprojekt Grazer Bergland.
 

Kommentare 1

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Ansahias am Mittwoch, 26. Juni 2019 10:54

Die Stangenwand - einfach nur schön!!!
Wie viele intensive Stunden werde ich wohl schon in ihren Wänden verbracht haben? Keine Ahnung. Aber ich zehre immer noch von ihnen.

@10. SL: Das nächste Mal nehm' ich die ungeraden Längen zum Vorsteigen. Sofern ich mich trau'...

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Die Stangenwand - einfach nur schön!!! Wie viele intensive Stunden werde ich wohl schon in ihren Wänden verbracht haben? Keine Ahnung. Aber ich zehre immer noch von ihnen. @10. SL: Das nächste Mal nehm' ich die ungeraden Längen zum Vorsteigen. Sofern ich mich trau'... ;)

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