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Hoch hinaus – aber ohne Ringbandverletzung!

Hoch hinaus – aber ohne Ringbandverletzung!

Der Alptraum eines jeden Kletterers: Eine verletzungsbedingte Kletterpause! Das Ringband ist der Klassiker unter den Verletzungen. Im Jahr zählt Sportarzt Günther Straub, der selbst auch leidenschaftlicher Sportkletterer ist, etwa 30 bis 40 solcher Ringbandverletzungen. Wir haben einen interessanten Artikel gelesen und für euch zusammengefasst:

Gerade in schwierigeren Routen liegt die Gefahr: Je kleiner die Griffe werden, desto mehr muss der Kletterer die Finger aufstellen. Oftmals hängt das gesamte Körpergewicht an den Fingern. Diese kleinen Gelenke müssen extremen Belastungen standhalten, gerade wenn es zu einem unvorhergesehenen Sturz kommt. Aber es muss nicht immer gleich ein Sturz sein: ein plötzliches Wegrutschen der Füße sorgt für die gleiche Maximalbelastung (bis zu 300 Kilo!). Es geht schneller als man denkt: Ein lautes Schnalzen, das sogar der Sichernde einige Meter unterhalb meist auch hören kann, verkündet Unheilvolles: Das Ringband ist gerissen.

Verglichen mit dem lauten Geräusch des Risses sind die Schmerzen eher gering. Dafür langandauernd. Bis zu 8 Wochen Pause muss man dann schon mal einplanen. Der Unfall geht mit einem Kraftverlust und einer Bewegungseinschränkung einher. Es fühlt sich an, als ob es einem den Finger aushängen würde.

Erkennbar ist ein gerissenes Ringband mittels Ultraschall oder MR. Normalerweise beträgt der Abstand von der Sehne zum Knochen etwa zwei Millimeter. Ist das Ringband, das die Sehne am Knochen hält, gerissen, so vergrößert sich dieser Abstand auf bis zu vier Millimeter. Je nachdem, ob es sich um eine isolierte oder mehrfache Ringbandruptur handelt, wird die Therapie eingeleitet: Eine isolierte Verletzung wird konservativ behandelt, etwa durch Ruhigstellen mittels Fingerschiene. Folge- oder Gelenksschäden sind gottseidank nicht zu erwarten. Bei einem mehrfachen Ringbandriss wird eine Operation empfohlen. Bei dem Eingriff wird körpereigenes Sehnengewebe aus dem Handgelenk entnommen und damit die Verbindung des Ringbandes wiederhergestellt. Das Ringband kann nicht direkt zusammengenäht werden, weil es sonst seine Elastizität verlieren und der Finger in Folge steif bleiben würde.

Die auf den Unfall folgende zwingende Kletterpause ist aber für Profikletterer im Spitzensport unter Umständen zu lang. Oftmals wird hier ebenfalls eine Operation durchgeführt, auch wenn es sich "nur" um eine isolierte Ruptur handelt.

Meist passieren diese Unfälle in der Kletterhalle, sehr selten in alpinen Routen. Beim Training in der Halle wird die Belastung auf die Finger viel exzessiver durchgeführt und sehr viel mehr am Limit geklettert. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Übermüdung. Außerdem sind es meist ganz spezielle Griffe, die eine Gefahr darstellen. Einfingerlöcher oder scharfkantige kleine Leisten sind hier ganz oben auf der Liste. Es liegt am Kletterer selbst, hier die potentielle Gefahr zu erkennen!

Präventiv sollte überall dort wo möglich der Griff mit hängenden Fingern gehalten werden, was aber in schwierigeren Klettergraden sicherlich praktisch unmöglich ist. Außerdem sollte immer genügend aufgewärmt und übermüdetes Klettern vermieden werden.

Quelle:
Den vollständigen Artikel könnt ihr hier nachlesen:
http://derstandard.at/1334796550221/Verletzt-durch-Sport-Der-Kletterer-haengt-an-seinen-Fingern

boulderjam sportunion.
Neuer Boulderspot in der Weststeiermark
 

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