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Richtig Fallen – Warum ist das Sturztraining auch beim Bouldern so wichtig?

Routesetter und Trainer Peter Schwab im STEIL Boulderhalle


- Unfälle werden vermieden.
- Es nimmt dir deine Sturzangst.
- Es gibt dir Sicherheit.
- Du willst besser werden – deine Komfortzone verlassen!


Beim Seilklettern gehört für viele das Sturztraining als wesentliches Element zum Training dazu.
Dafür spielt es beim Bouldern für viele leider keine allzu große Rolle. Doch gerade da, ist es sehr wichtig richtig zu fallen.
Durch gezieltes Sturztraining werden Unfälle vermieden.


Denkt daran ihr investiert nicht nur in eure Leistung, sondern auch in eure Gesundheit! Denn was bringt es euch, wenn ihr blöd stürzt – falsch aufkommt – nicht richtig abrollt – und dann war es das vorerst mit dem Bouldern. Zwar sind die Unfälle beim Bouldern nicht schwerwiegender Natur, doch die anschließende Rehabilitation stellt sich oft als langwierig und nervenaufreibend dar. Auch für die Jugend ist es sinnvoll, frühzeitig das Erlernen einer kontrollierten Fallschule.

Außerdem gibt es einem Sicherheit, wenn man seine eigene Komfortzone verlassen möchte. Jeder möchte ja seine Leistung steigern!

Peter Schwab (Trainer und Routesetter) im STEIL Boulderhalle in Karlsruhe


Meine Motivation ein gezieltes Sturztraining anzufangen, war u. a. wegen meinen Gelenkserkrankungen und die daraus folgenden Schmerzen. Ich habe daraufhin immer mehr Angst bekommen unkontrolliert abzurutschen oder zu stürzen. Jeden Boulder kletterte ich komplett ab. Natürlich ist das in bestimmten Situationen einfach nicht möglich. Vor allem, wenn man einen neuen Boulder ausprobieren möchte. Man will ja besser werden und auch ich möchte meine Komfortzone verlassen. Doch genau das Gegenteil passierte in den letzten Monaten. Immer weniger bin ich in höhere Grade beim Bouldern eingestiegen aus Angst vor dem Abspringen aus der Höhe und dem daraus resultierenden Schmerz. Ein regelrechtes Kopfkino entstand beim Bouldern.

Das Ergebnis: Eine Sturzangst beim Bouldern hatte sich eingebrannt. Und mein Frust wurde immer größer. Einmal war ich von mir selbst so enttäuscht, dass ich abgebrochen habe und in die Kletterhalle gefahren bin. Dort habe ich dann meine Routen am Toppas absolviert und konnte die Zufriedenheit wieder herstellen. Doch das sollte keine Dauerlösung sein!

Also, beschloss ich mir professionelle Hilfe zu holen. Ich fragte Peter, Trainer und Routenbauer der Boulderhalle STEIL, ob er mir mal einen Tipp oder einfach mal kontrolliertes Abspringen zeigen könnte.

Kurz darauf vereinbarten wir eine Trainerstunde für Sturztraining. Und ich war begeistert, wie sich schon mein Boulderverhalten nach nur einer Trainerstunde verbessert hatte.

Im Video seht ihr einen kleinen Einblick von meiner Trainingsstunde mit Peter.


Diese Trainerstunde hat mich so viel weitergebracht beim Bouldern. Ich war vorher wie blockiert durch diese Sturzangst.
Es wird bestimmt nicht das letzte Training gewesen sein! Peter hat mir nämlich auch Aufgaben mitgegeben. Damit ich mein Sturzverhalten weiterhin vertiefen, verbessern und vor allem ausweiten kann.

Natürlich sagt man immer, der stärkste Muskel ist das Gehirn. Doch von alleine wird er nicht stark. Man muss ihm immer wieder Impulse geben und trainieren. Manchmal schafft man es aber nicht alleine und braucht eben etwas Hilfe.

Und ganz wichtig: fülle deinen Kopf nicht mit Ängsten, ansonsten wird er gestresst und du wirst schwach. Wenn du deine Angst kennst, tue aktiv was dagegen! Dein Boulder- / Kletterverhalten wird davon provitieren.

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