Stark durch die Corona-Zeit

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Wir vermissen unsere Freunde und auch einige möchten ihre Familienangehörigen wie Oma, Opa usw. gerne wiedersehen.

Uns fehlt das persönliche Austauschen über bereits erlebte Ausflüge genauso wie das Planen und gegenseitige Motivieren von neuen Kletterabenteuern.

Es ist ein wichtiger Teil unseres Lebens – unserer Leidenschaft. Es gehört einfach zum Menschsein dazu. 

Außerdem ist so eine Gemeinschaft unheimlich schön und kann ein hilfreicher Ort in manch unangenehmen Situationen sein!

Dazu kommt noch, dass sich bei einigen von uns, sich die Trainings- und Kletteraktivitäten durch die Hallenschließungen und Wetterverhältnisse teilweise verlagert, verstärkt oder vielleicht aber auch etwas verkürzt haben.

Ich hatte schon in einem meiner letzten Blogs erwähnt, wie kreativ wir derzeit geworden sind. Und auch scheint es, dass immer mehr Kletterer widerstandsfähiger gegenüber dem Wetter werden. Einige Frostbeulen trauen sich mittlerweile auch bei kälteren Temperaturen raus (mich eingeschlossen) oder gar an den Fels, als die Jahre zuvor.

am Fels November (!) letzten Jahres

Manch einer von uns wurde schon während des ersten Lockdowns sehr einfallsreich wie man das Klettertraining mit kleinen Übungsgeräten Zuhause oder Outdoor angehen kann. Es wurden auch viele gemeinsame Aktionen bzw. kleine Sportbewerbe über soziale Medien ins Leben gerufen. Doch die Motivation und Begeisterung für diese Angebote im Netz nahm die letzten Monate wieder ab.

Für alle die nach neuen Inspirationen suchen oder überhaupt nicht wissen wie sie ihren Winterspeck in den Griff bekommen können, habe ich ein paar Anregungen zusammengestellt.

Ich möchte euch einen kleinen Einblick geben, wie ich die letzten Wochen ohne Halle zurechtgekommen bin. Und wie man ohne allzu großen Aufwand und Anschaffungen von Fitnessgeräten den Lockdown überlebt.

Allerdings habe ich das große Glück und die Möglichkeit, in einem ausgebauten Keller zu bouldern. Doch das wird auch auf Dauer einseitig. So mussten mein Kletterpartner und ich, uns immer wieder auf das Neue motivieren.

Denn es ist sehr wichtig, dass man auch in dieser besonderen Zeit, sich immer wieder neue Trainingsreize setzt und an seinen Schwächen arbeitet.

im ausgebauten Boulderkeller

Griffbretter sind ideal um die Fingerkraft zu stärken und zu trainieren. Ich habe mir bereits schon im ersten Lockdown welche zugelegt bzw. gebraucht geschenkt bekommen. Ob ein mobiles oder ein fest montiertes Board aus Holz oder Kunststoff – bleibt jedem selbst überlassen. Geschmäcker und Bedürfnisse sind ganz verschieden. Bei unseren Testberichten sind auch Trainingsboards bereits bewertet und getestet. Vielleicht findest du dort das Richtige für dich.

Doch sollte man bei all dem Ehrgeiz die Fingerkraft zu verbessern, nicht nachlässig werden mit dem Aufwärmen. 

Das gilt besonders für diejenigen, die derzeit im Homeoffice arbeiten dürfen und meinen, schnell mal eine kurze Pause einzulegen um sich ans Fingerboard zu schwingen. 

Ohne das notwendige Aufwärmen sind Verletzungen vorprogrammiert! 

Klimmzüge bilden eine optimale Ergänzung. Du trainierst deine Arme und die Zugmuskulatur und stärkst gleichzeitig deinen Rücken. Wichtig ist allerdings eine korrekte Ausführung! Am Anfang kannst du um die richtige Ausführung dir einzuprägen mit Entlastungsgewicht trainieren. So habe ich es auch anfangs gemacht. Zum Ausgleich vergesse bitte nicht nach den Klimmzügen deine Stützmuskulatur mit zu trainieren z. B. paar Liegestützen oder Dips an den Ringen.

Training am Fingerboard
Klimmzugtraining (auch einarmig) mit Entlastung
Training - Zuhause in der Werkstatt





Mobilisation, Kräftigung und regelmäßiges Dehnen sind wichtige Faktoren für ein gutes Training. Man kann dies perfekt z.B. Zuhause oder auch unterwegs in ein Workout einbauen. 

Auch wenn es manchmal an Verletzungen und Rehabilitation erinnert: ein Theraband ist unersetzlich! Am besten man hat es noch in verschiedenen Stärken.

Mit Ringen kannst du perfekt und schonend die verschiedenen Muskelgruppen trainieren.

Um meine Grundlagenausdauer zu erhalten, fahre ich regelmäßig mit dem Fahrrad. Natürlich ist auch Joggen eine gute Alternative. Grundsätzlich braucht man als Kletterer kein spezielles Konditionstraining. Doch wer will schon von uns keuchend und fertig am Fels oben ankommen. Außerdem beschleunigt eine gute allgemeine Kondition die Regeneration und sichert dir die Grundlage für intensivere Trainingseinheiten.

Seilspringen ist auch eine Möglichkeit und gute Abwechslung um seine Ausdauer Zuhause zu trainieren. Man benötigt dafür nur einen Balkon, Terrasse oder ähnliches. In der Wohnung drinnen eher nicht zu empfehlen, außer die Lampe hängt hoch genug. 

Ansonsten einfach mitnehmen was geht und die Natur bzw. die Umgebung nutzen und genießen.

Eine Mauer hat mir auch schon so manchen Tag verschönert und eine sportliche Bereicherung beschert. 

Ganz wichtig noch für mich:

Der Kaffee darf niemals fehlen!

Diesen kann man sich vor Ort mit einem kleinen Campingkocher brühen oder einfach in der Thermoskanne fertig mitnehmen.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren mit meinen In- und Outdoor-Trainingsideen. Aktuell ist es mir definitiv zu kalt und zu nass für den Fels, auch wenn mir das Klettern sehr fehlt. Auch auf die Öffnung der Hallen werden wir uns leider noch gedulden müssen. 

Doch ich bin ein optimistischer Mensch und versuche das Beste aus dieser besonderen Situation zu machen. 

Macht auch ihr das Beste draus und kommt stark sowie zufrieden durch die Corona-Zeit! 


Wie hat sich bis jetzt die Covid-19 Situation auf deinen Klettersport ausgewirkt?

Wir freuen uns, wenn du bei unserer Umfrage mitmachst.

Nix Mix in Mixnitz
"Skinwalker" - Eine Kingline vor den Toren Bozens
 

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