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Mad Rock - R3 - Crashpad

Redaktion
Aktualisiert 14 Januar 2019
 
3.8 (2)
10867 0 7 0
Mad Rock - R3 - Crashpad

Erhältlich bei

Bergfreunde.de
Bergfreunde Outdoor-Store

Produkt Infos

Hersteller

Das R3 von Mad Rock steht für Reduce, Reuse, Recycle. Das pfiffige an diesem Pad ist die Füllung die aus kleinen Schnipseln bzw. Pellets besteht die von alten Mad Rock Produktionen stammen. Dafür gibt’s gleich mal einen grünen Daumen nach oben!

Das Pad bietet alles was man sich von einem Crashpad erwartet:

  • Super bequemes gepolstertes Tragesystem mit Hüftgurt
  • Großzügiger Flap auf der Seite und unten, somit kann alles mögliche in das Pad reingestopft werden und es fällt nichts raus
  • Tasche mit RV an der Seite für Krimskrams bzw. Bürsten, für mehr ist es allerdings zu klein
  • Flap für das Tragesystem damit dieses nicht im Dreck liegt (bestes Gimmick überhaupt bei einem Pad!)

Ich hatte das Pad nun ein Monat und hier meine Eindrücke:

Trageverhalten

Wie schon geschrieben ist das Tragesystem äußerst komfortabel, aber das wird auch dringensd benötigt, denn das R3 zählt nicht zu den Leichtgewichten! 10-12kg (je nach Anbieter im Internet) wird als Eigengewicht angegeben - lange Zustiege werden somit zum Gewaltmarsch. Inklusive Material (Rucksack, Kamera usw.) im Pad kommt da ganz schön was auf den Buckel!
Da das Pad auch ziemlich groß und dick ist und es ein Taco ist, läßt es sich nicht schön flach zusammenlegen wie ein Pad mit einem Falz, das Resultat ist, dass sich der Schwerpunkt deutlich nach hinten verlagert. Dadurch nimmt der Träger beim Gehen automatisch eine leicht gebückte Haltung ein, was nicht sehr lange angenehm ist. Zustiege bis 20min. sind allerdings leicht ertragbar!

Ausmaße und Dämpfungsverhalten

Das Pad ist groß, min. 130x100 cm sorgen für eine angenehm große Landefläche und mit ca.12-14cm Dicke ist auch genug “Luft” bis zum Boden. Durch die Schnipselfüllung ist das Dämpfungsverhalten allerdings etwas anders als bei Pads mit geschlossen- und offenzelligem Schaumstoff. Es gibt einfach keine harte Schicht die die Energie auf die darunterliegende, weichere Schicht verteilt. Die Matte erinnert mehr an eine Turnmatte bzw. eine Schnitzelgrube in die man fällt. Beim ersten angreifen fühlte sie sich auch sehr weich an, jedoch bei einem Sturz kann man fast nicht durchschlagen. Die Schnipsel komprimieren sich einfach zusammen und dämpfen den Sturz, höher als von 2m (Füße auf 2 Meter Höhe wohlgemerkt) gingen unsere Testsprünge allerdings auch nicht, irgendwann sind die Dämpfungsreserven auch bei diesem Pad dahin, das kann allerdings noch etwas dauern!

Material und Verarbeitung

Das Außenmaterial besteht aus einem extrem reissfesten Nylongewebe und macht auch einen sehr stabilen Eindruck darüber hinaus ist es auch sehr leicht von Schmutz und Staub zu säubern mit einer Bürste. Nicht wie bei anderen Matten die eine gummierte Schicht an der Unterseite haben an der alles haften bleibt was dreckig, eklig und oder staubig ist. Nicht unwesentlich wenn du dein Auto nicht jede Woche saugen willst!
Die Schnallen sind alle aus Metall und eine Daisy Chain bietet auch Platz für.... ja was der Boulderer von heute eben so braucht, der wirkliche Sinn hat sich mir noch nicht erschlossen, aber es ist halt da. Einziges Manko ist der Kletterverschluss beim Tragesystem. Mal ehrlich, wenn es eh einen Flap gibt, mit dem das Tragesystem vor Dreck geschützt ist, wieso sollte das noch jemand abnehmen wollen? Nur um 5 Minuten länger zu benötigen um das wieder einzufädeln? Jedenfalls ist dieses nur mit einem Klettverschluss vor verrutschen gesichert, was ziemlich nervt. Denn beim Schultern verrutscht das Tragesystem und man muss es wieder abstellen, am Boden in die Träger hinein und sich dann mit dem ganzen Trumm irgendwie aufmühen. Nicht optimal.

Preis-Leistungsverhältnis

Hier bleibt mir nur eines zu sagen: Geht nicht besser!
Die Matte kostet um die 180 Euro und bietet viel Dämpfung, große Fläche, Robustheit und alle möglichen praktischen Zusatzfunktionen. Das nenne ich mal einen richtigen Kampfpreis für diese Ausstattung da können sich andere Hersteller nun ranhalten um für diesen Preis ein ähnliches Produkt zu produzieren.

Fotos

Mad Rock - R3 - Crashpad
Mad Rock - R3 - Crashpad
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Mad Rock - R3 - Crashpad
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Bewertungen

2 Feedbacks
Gesamtbewertung
 
3.8
Preis / Leistung
 
5.0(2)
Qualität
 
4.3(2)
Handling
 
2.0(2)
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Heavy Stuff
Gesamtbewertung
 
3.7
Preis / Leistung
 
5.0
Qualität
 
4.5
Handling
 
1.5
Wenn das Pad mal unter dem Boulder liegt kaum zu schlagen...aber dahin muss man es erst einmal schleppen!
Vorteil:
+ macht einen unkaputtbaren Eindruck
+ Innovatives Dämpfungsystem mit nachbestellbarer Füllung
+ Zusammengefaltet lässt es sich, trotz der Größe gut im Auto verstauen
+ Angenehm weich um darauf zu sitzen/liegen, aber bei einem Einschlag trotzdem erstaunlich hart, kein Durchschlagen
+ der Hüftgurt an der Tragevorrichtung kann fast mit dem eines Rucksacks konkurrieren
+ für 180 € kann man wahrscheinlich nicht komfortabler aufschlagen
Nachteil:
- das Verrutschen des Tragesystems wenn man die voll beladete Matte an einem Gurt hochhebt
- das Gewicht
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Fazit
Gesamtbewertung
 
3.8
Preis / Leistung
 
5.0
Qualität
 
4.0
Handling
 
2.5
Vollwertiges Pad mit unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis. Wer vom Gewicht nicht abgeschreckt wird (gutes Training!) sollte sich diese Matte zulegen!
Vorteil:
Größe bzw. Dicke der Matte (zwengs Sicherheit und so)
Gepolstertes Tragesystem
Verarbeitung (Metallschnallen, sehr widerstandsfähiges Nylongewebe)
Preis-Leistungsverhältnis (Kabumm! Geht nicht besser!)
Details wie Schmutzschutz, Daisy Chain, Tasche, Flaps....
Stauraum im Inneren des Pads
Nachteil:
Tragesystem nur unzureichend gegen seitliches verrutschen fixiert
Das Gewicht - 10kg min. d.h. schwerer als ein Mondo (habe beide Pads selber miteinander verglichen, def. schwerer als das Mondo!)
Trageverhalten bei viel verstauten Sachen im Inneren (verlagert sich sehr weit nach hinten und man geht automatisch sehr gebückt)
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