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Ocun - Paddy Kava V2 - Crashpad - Produkttest

Bettina Schenekar
Aktualisiert 13 November 2019
 
3.3 (1)
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Ocun Paddy Kava V2 Crashpad

Erhältlich bei

Bergfreunde.de
Bergfreunde Outdoor-Store

Produkt Infos

Hersteller

Bouldern in der freien Natur? Hier kann zwar auf das gesamte Material vom Seilklettern (Gurt, Expressen, Seil, …) verzichtet werden, dafür ist ein Crashpad unerlässlich. Wir haben für euch das Paddy Kava V2 in der Bergfreunde Edition unter die Lupe genommen.

Farbe, Größe und Form
Wir testeten das Pad in der Farbe Dunkelgrau kombiniert mit Schwarz, was im Gesamten sehr angenehm und stimmig wirkt. Die Bergfreunde Edition hat das rote Bergfreunde-Logo neben dem Ocun-Logo außen und innen aufgedruckt. Mit einer Dicke von 9 cm mag das Pad zwar in Sachen Dämpfung nicht großartig punkten, jedoch weist es dafür ein vergleichsweise geringes Gewicht auf. Das Pad besteht aus zwei Teilen (Maße 60 x 100 cm), die längs oder quer miteinander mittels Reißverschluss kombiniert werden können. Ein nettes Feature – aber ob das beim bouldern auch brauchbar ist, bleibt fraglich.

Material
Die von Ocun gewohnt gute Qualität in Sachen Verarbeitung lässt sich auch hier wieder feststellen: Man findet saubere Nähte und die Metallschnallen des Pads wirken edel und hochwertig. Das Außenmaterial ist schmutzabweisend und lässt sich gut abwaschen, was somit beim Einsatz am Boden sehr angenehm ist. Die Füllung ist austauschbar, denn man kann die Hülle mittels Reißverschluss abziehen.

Konstruktion und Dämpfung
Die Konstruktion des Pads arbeitet mit zwei Lagen: Die erste Lage (ein geschlossenzelliger Schaumstoff) verteilt die Stoßenergie und schwächt sie erstmal ab, während die dickere Lage (ein offenzelliger Schaumstoff) die Restenergie des Stoßes aufnimmt. Die Dämpfung ist eher hart, was ja an und für sich gut ist, wird aber mit der Zeit etwas weicher. Optimal ist das Pad auch für den Einstieg in einen Boulder. Bei Highballs ist jedoch ein anderes Pad zu empfehlen.

Handling und Einsatz
Die Handtrageriemen fühlen sich für’s Erste ein wenig filigran an. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht gleich den Geist aufgeben… Dafür wirken die Schultertrageriemen sehr stabil und kann gut transportiert werden. Die Schnallen sind hier auch aus Metall, beim Vorgängermodell waren sie noch aus Plastik. Ein kleines Manko ist der Beckengurt, der uns hier abgeht. Und: Beim ersten Angreifen fühlt sich das Pad sehr hart an. Das soll einen Sturz gut bremsen? Wir sind skeptisch.
Beim Bouldern stellten wir fest: Das Pad erfüllt durchaus seinen Zweck und die Dicke ist angenehm. In der Leichtigkeit des Materials liegt der große Vorteil: Durch sein geringes Gewicht kann man das Pad gut in der Hand halten bzw. nachrichten. Die Kombinierbarkeit des Pads ist zwar gut und schön, aber im Boulderalltag nur bedingt brauchbar. Durch den Reißverschluss an der Verbindungstelle entsteht auch eine gewisse Instabilität.
Für alle, die das Pad gerne zweckentfremden und es zwischendurch auch als Rastplatz benutzen wollen: Hier stellten wir fest, dass es für ein längeres bequemes Sitzen ziemlich hart ist...

Fazit
Das Pad ist durchaus in Ordnung, bietet einiges für seinen günstigen Preis, aber auch nicht viel mehr. Die Dämpfung ist (anfangs) eher hart – im Vergleich hierzu dämpft das Mad Rock R3 Crashpad sehr viel weicher, jedoch hat dieses Pad nicht das 2-Lagen-Dämpfungssystem des Paddy Kava V2. Freunden von Highballs ist das Paddy Kava V2 alleine wahrscheinlich keine große Hilfe, jedoch ist es dafür auch nicht vorgesehen. Optimalerweise wird es in Kombination mit anderen Pads verwendet. Aber wir finden, das Crashpad ist auch für Einsteiger ein ganz passables Pad, wenn man die Leistungsgrenzen des Produktes kennt. Jedoch eher als Zweitpad empfehlenswert – aber: Ein Pad ist beim Bouldern ohnehin meist zu wenig ;)

Produktdetails
Konstruktion: koppelbares Crashpad
Einsatzbereich: Bouldern
Außenmaterial: Du Pont Cordura/ Tarpaulin
Füllung: 9 cm 2-Lagen Schaumkonstruktion; 4 cm PE Schaum + 5 cm PUR Schaum
Tragesystem: Rucksackträger, Tragegriffe
Größe offen: 120 x 100 x 9 cm/ 60 x 200 x 9 cm
Größe geschlossen: 60 x 100 x 18 cm
Gewicht: ca. 4,5 kg
Extras: lässt sich längs + quer koppeln; Aluminium-Schnallen

Fotos

Ocun Paddy Kava V2 Crashpad
Schnallen zum Verschließen
Schnallen zum Verschließen
Rückentragesystem
Ocun Paddy Kava V2 Crashpad
Reißverschluss zum variablen Kombinieren der beiden Teile
Trageriemen
schmutzabweisende Oberfläche
zwei Schichten
Ocun Paddy Kava V2 Crashpad
bei geringen Höhen ein super Crashpad
spotten mit Pad
als Wurfpad bei Highballs
Ocun Paddy Kava V2 Crashpad

Bewertungen

1 Feedback
Gesamtbewertung
 
3.3
Preis / Leistung
 
2.5(1)
Qualität
 
3.5(1)
Handling
 
4.0(1)
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Einfaches Pad – ausreichend für Einsteiger
Gesamtbewertung
 
3.3
Preis / Leistung
 
2.5
Qualität
 
3.5
Handling
 
4.0
Das Pad erfüllt seinen Zweck. Natürlich ist es kein Pad, mit dem allein man meterhohe Sprünge abfangen kann, das muss einem bewusst sein. Jedoch für den Gelegenheitsboulderer oder als Zweit- bzw. Wurfpad ist es perfekt, aber definitiv auf der harten Seite. Durch seine variable Form ist es auch gut beim Slacklinen zu gebrauchen: hier stört der Reißverschluss keineswegs – man fällt schließlich selten direkt unter die Line! :)
Vorteil:
+ Preis / Leistung
+ geringes Gewicht
Nachteil:
- wenig Dämpfung, sehr hart
- kleine Größe
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