Vorsicht bei vorhandenem Band- und Seilmaterial

vorsicht-bei-vorhandenem-band-und-seilmaterial altes Projektseil aus der Hundswand

Fixes Bandmaterial sollte grundsätzlich kritisch beurteilt werden. Der fehlende Mantel lässt die UV-Strahlung ungehindert in das Material eindringen. Bandmaterial mit Verfärbungen oder Material das bereits steif ist, sollte selbst nachgebessert werden.

Reepschnüre und Seile sind aufgrund ihrer Kern-Mantelkonstruktion weniger anfällig für die Schwächung durch dauerhafte UV-Strahlung, da durch den Mantel die UV-Strahlung nicht tief einwirken kann. SU-Schlingen, Schlingen an Bäumen und Standplätzen sollten dennoch genau auf Schäden untersucht werden, was meist recht einfach möglich ist.

Vertraut man dem vorhandenen Material nicht mehr ist es sinnvoll anstatt das 3. oder 4. Schnürl durch die Lasche zu stopfen (damit auch sicher kein Karabiner mehr reingeht), das alte Material mit einem Messer zu entfernen und eine neue Reepschnur oder ein neues Seilstück zurückzulassen. Die kommenden Seilschaften werden es euch danken. Grundsätzlich macht es Sinn bei MSL-Touren eine "Opferschnur" und ein kleines Messer für alle Eventualitäten dabei zu haben.

Bei Fixseilen oder Seilgeländern, die man nicht komplett einsehen kann, sollte gesundes Misstrauen selbstverständlich sein.

Das Bild stammt aus der Hundswand, wo ein altes Projektseil in ein Fixseil umgewandelt wurde um den Zustieg zum Mauersegler zu erleichtern (Sinnhaftigkeit ohnehin fraglich). Die Beschädigung befand sich nicht einsehbar 20m oberhalb der Stelle für die es gedacht war. Sicher, 1-2 Jahre hätte es noch gehalten. Und dann?

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Der Hochschwab Kletterführer hat Qualität - ein "M...
 

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