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Mein Jahr 2022

DAS JAHR 2022.

Wieder endet ein Jahr wie immer viel zu schnell und hätte mir jemand im Januar gesagt, wie dieses so verlaufen sollte, hätte ich demjenigen bestimmt den Vogel gezeigt. Ein Jahr, ein turbulentes und ein besonders in meiner langjährigen Kletterkarriere. Wollte ich doch nochmals im Wettkampfzirkus so richtig angreifen. Die Monate Januar – Februar bestanden hauptsächlich darin meine Maximalkraft und Ausdauer zu steigern, den größten Teil meiner Zeit verbrachte ich deshalb in einen der Boulder und Kletterhallen, aber bereits Ende Februar zog es mich wieder an den Felsen. Mit meinem Schatz ging es für 1 Woche nach Arco, leider wurde diese Reise trotz bestem Wetter durch den Beginn des Angriffskrieges Russland gegen die Ukraine getrübt. Nach einem Bauchdeckenbruch, den ich mir während eines Trainings zuzog, folgten etliche Krankenhausbesuche, wo die verschiedensten Ärzte der Meinung waren, dass eine OP für mich zu gefährlich wäre, der Dünndarm hatte sich mit der äußeren Haut verklebt und nur im äußersten Notfall sollte operiert werden, hieß es. Daraufhin beendete ich schweren Herzens meine Wettkampfkarriere. Es sollte mein letztes Wettkampfjahr werden, da ich wieder mehr am Felsen verbringen möchte, das in den letzten Jahren leider viel zu kurz gekommen ist. Aber ein Wettkampfjahr zum Abschluss wäre doch noch schön gewesen. Auch musste ich mein Training wegen meinem Bauchdeckenbruch komplett umstellen um so zu Trainieren, dass es noch Effizienz ist, aber möglichst wenig auf den Bauch geht. Im März erschien das lang ersehnte Buch nach dem Absturz kommt der Aufstieg im Geoquest Verlag, wo auch meine Wenigkeit mit einem Artikel vertreten ist. Nach Gesprächen mit dem DAV und dem Bundestrainer Christoph wurde ich im April offizieller CO Bundestrainer im Deutschen Paraclimbing Team. Im April/Mai besuchten wir mehrere Klettergebiete im Umkreis von Bozen und Meran, bevor es im Juni weiter zum World Cup nach Innsbruck und 2 Wochen später zum Master nach Imst ging . Zwischen den beiden Wettkämpfen kletterten wir in den Loferer Steinbergen. Danach feierten mein Vater zusammen mit meiner Freundin und mir seinen 86. Geburtstag in der Kletterhalle Die Kletterei in Kaufering. Anschließend ging es weiter nach Bled in Slowenien. Diese Klettergebiete kannte ich bereits von einem Besuch vor ca. 35 Jahren, wo sich inzwischen viel getan hatte, alle Routen wurden frisch saniert und etliche neue Gebiete sind dazu gekommen. Ende Juli sollte es eigentlich für 2 Wochen nach Briançon gehen, aber leider kommt es ja öfters anders als geplant, wir waren schon auf der Fahrt, als es meiner Freundin plötzlich gesundheitlich schlechter ging, kurz entschlossen wurde vorm San-Bernardino-Tunnel wieder umgekehrt. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Der Test am nächsten Tag bestätigte schon den Verdacht auf Corona, der bei mir 2 Tage danach ebenfalls ein positives Ergebnis anzeigte. Eine Woche später, als wir beide wieder negativ waren, fuhren wir noch für ein paar Tage ins Montafon. Schon lange wollten wir mal die Klettergebiete dort besuchen und es hatte sich gelohnt.Bei schönstem Wetter verbrachten wir sehr schöne Klettertage dort. Kaum Zuhause angekommen, blieb gerade so viel Zeit um Wäsche zu waschen und den Koffer neu zu packen, da kurz darauf sich meine Reise weiter Richtung Luxemburg bewegte. Berdorf ein kleines aber feines Sandstein Klettergebiet mit vielen gut abgesicherten und harten Kletterrouten. Nach einigen Tagen Klettern im Sandstein fuhren wir weiter nach Frankreich in das kleine Kalk-Klettergebiet Adine la Tuche. Dort konnte ich nach einigen Versuchen zum Zeitpunkt die schwierigste Kletterroute des Jahres durchsteigen . Die darauf folgenden Wochen verbrachte ich in verschiedenen Klettergebiete im Frankenjura und Tirol . Im September machte ich einen kleinen Abstecher zum Master in Frankfurt. Das Jahr verging wie im Fluge. Hatten bereits Oktober und eine Reise nach Finale Ligure stand auf dem Programm. Hatte ich dort doch noch ein offenes Projekt vom letzten Jahr, das heuer unbedingt fallen sollte, die Leistung stimmte und so durchstieg ich dieses nach einigen Versuchen. Es folgten noch weitere sehr schöne Klettertage am Monte Cucco und am Capo Noli, bevor die Reise weiter nach Muzzerone ging. Ein wirklich sehr schönes Klettergebiet und lange nicht so überfüllt wie die Gebiete in Finale. Nach 2 Klettertage besuchten wir am Ruhetag noch die Dörfer von Cinque Terre , diese sind sehr zu empfehlen und einen Besuch wert. Nach weiteren Tagen am Fels fuhren wir Mitte Oktober wieder Richtung Heimat, wo wir uns letztendlich noch einen Nagel in den Reifen fuhren, zum Glück hielt dieser und wir kamen gut zu Hause an. Eigentlich wollte ich im Dezember noch zum Jahresabschluss nach Arco fahren, leider machte hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Jetzt heißt es sich auf das neue Jahr vorzubereitenAn dieser Stelle möchte ich mich noch  bei meinen Sponsoren bedanken, die mir es ermöglichen meinen Sport nachzugehen.
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