Lieber Gast, einige Inhalte von CLIMBING.PLUS stehen nur registrierten Mitgliedern zur Verfügung.
Damit wollen wir den Communitygedanken weiterführen. Als Mitglied trägst du zum Puls der Community bei und nur so ist es möglich, weiterhin hochwertige Inhalte für alle bereitzustellen.
Hier gehts zur Registrierung.

Michael Füchsle: 2019 - mein Jahresrückblick

P1130275-_20191215-100142_1 photo credit: Archiv Michael Füchsle
photo credit: Archiv Michael Füchsle

Das Jahr 2019 war für mich ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit Leid und Freude, mit Motivation aber auch mit Motivationsproblemen.

Nach einem leicht verkorkstem Jahr 2018 kam ich im neuen Jahr nur langsam in die Gänge. Es dauerte ein bisschen,bis meine alte Motivation zurückkehrte. Erst Ende Januar fing ich wieder voll mit dem Training an. Neben meinem Training in der Kletterhalle besuchte ich auch regelmäßig ein Fitnessstudio zum Ausgleich. Lange hatte ich überlegt ob ich 2019 überhaupt noch an Kletterwettkämpfen teil nehmen sollte, eigentlich wollte ich mich wieder mehr dem Fels Klettern widmen und einige Projekte verwirklichen. 
Nach einigen Bouldertagen im Februar in Konstein, bekam ich schließlich eine Einladung zu einem Kletterwettkampf im Mai in Puurs (Belgien). Nach weiteren Besuchen von verschiedensten Kletter- und Bouldergebieten im März und April in Tschechien, Österreich und Deutschland war ich wieder voll motiviert und ich entschied mich doch den Weg nach Belgien zum Wettkampf in Puurs anzutreten. 
Durch das viele Klettern und Trainieren fühlte ich mich sehr sehr gut und ich konnte meinen ersten Wettkampf nach Jahrzehnten gewinnen. Ich konnte es nicht glauben. Es fühlt sich wirklich gut an, wenn man gerade in meinem Alter noch einen Wettkampf für sich entscheiden kann. Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass die Konkurrenz nicht besonders groß war. Wenn man aber bedenkt, dass ich von fast allen Teilnehmern schon beinahe der Vater sein könnte (lach), war ich doch etwas stolz auf mich. 
Leider war der Monat Mai neben der Freude auch ein Monat der Trauer. Erst verstarb meine Oma und zwei Wochen später auch noch meine Tante. Zudem bildeten sich bei mir neue Analfisteln, die mir zu schaffen machten.Nach einigen Tagen Training in der Halle ging es dann im Juni zum Klettern nach Kroatien.Dort sollte der nächste Schock auf mich zukommen. Am letzten Tag in Kroatien kam ein Anruf, dass unerwartet und plötzlich der Vater meiner Freundin verstorben ist. So ging es fast nonstop von Kroatien nach Mainz, wo ihr Vater lebte. Es mussten einige Erledigungen gemacht werden und an eine optimale Vorbereitung für die Weltmeisterschaft im Juli in Briancon war nicht mehr zu denken.Aber in diesem Falle gab es eben Wichtigeres als einen Wettkampf. 
Trotz allem fuhr ich, schlecht vorbereitet, im Juli zur Weltmeisterschaft nach Briancon und ich rechnete mir nicht die besten Chancen aus. Als dann noch beide Quali Routen über weit ausladende, dachähnliche Routen verliefen, war mir klar -  das war`s, 
Beide Routen waren zu anstrengend für meinen Bauch. Aufgrund meines Stomas sollte ich stark überhängende Routen meiden. Ich kletterte zwar in die Überhänge rein, aber letztlich war mir meine Gesundheit doch wichtiger, als vielleicht um ein oder zwei Plätze weiter nach vorne zu kommen. Schließlich erreichte ich nur den 14. Platz. Nach der WM blieb ich dann noch ein paar Tage um in Briancon um am Fels zu klettern, bevor es wieder in Richtung Heimat ging.
In den darauffolgenden Monaten -  August und September, besuchte ich dann einige neue Klettergebiete in Italien, Österreich und Deutschland. Besonders gut haben mir die Klettergebiete rund um Meran gefallen. Wir waren genau zur Apfelernte dort und ich hatte solch riesige Apfelplantagen noch nie meinem ganzem Leben gesehen.
Die Klettergebiete sind mit Sicherheit eine gute Alternative zum, manchmal überfüllten, Arco, Mildes Klima und eine schöne Landschaft runden die Sache ab. 
Den Oktober verbrachte ich ausschließlich mit der Vorbereitung für den letzten Kletterwettkampf des Jahres, im November in Sittard (Holland). Ich fühlte mich echt gut in Form und rechnete mir gute Chancen auf einen Podestplatz aus, doch am Ende kommt mal wieder alles anders, als man denkt. 
Alte Schulterprobleme machten sich wieder bemerkbar. Dazu kam auch noch eine leichte Erkältung . So belegte ich zum Schluss einen 4. Platz. Für mich war es trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis. 
Im Dezember ging es noch mit einem Teil des deutschen Paraclimbing Teams für ein paar Tage nach Arco. Es ist schon fast Tradition geworden, Anfang Dezember nach Arco zu fahren.
Arco ist für mich eines der besten Klettergebiete und immer ein Besuch wert, wenn man nicht direkt an den Feiertagen oder in den Ferien dorthin fährt. Über Weihnachten werde ich dann noch für ein paar Tage nach Monaco reisen um dort über den Dächern der Stadt zu klettern.
Was 2020 auf dem Programm steht ,wird sich zeigen. 
Auf jeden Fall ist ein Buchprojekt zusammen mit dem Geoquest Verlag geplant und natürlich viel viel Klettern..
An dieser Stelle wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020.

Schlussendlich möchte ich mich noch bei meinen Sponsoren und meiner DAV Sektion Ringsee bedanken, die es mir ermöglichen, meine Reisen zu den Kletterwettkämpfen und Klettergebieten zu finanzieren:

Mad Rock Europe - Mad Rock Climbing -Nihil Clothing -Osprey Europe -Neprosport -Sterling Rope -Captain Fingerfood -LACD -DAV Sektion Ringsee -Grüezi-Bag – Seedheart - Climbskin -nuapua -ALPINA Sports -HANS Brainfood -Adolf Würth GmbH & Co. KG -Autohaus Kornprobst Zuchering – Energieliebe - Navelo – FrictionLabs

photo credit: Archiv Michael Füchsle
photo credit: Archiv Michael Füchsle
photo credit: Archiv Michael Füchsle
photo credit: Archiv Michael Füchsle
photo credit: Archiv Michael Füchsle
Als gäbe es kein Morgen
Münchhausen lebt?
 

Kommentare

Bereits registriert? Hier einloggen
Der Blog wurde noch nicht kommentiert.
Sei der erste :)

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://climbing.plus/