6 der besten Kletter-Filme aller Zeiten

6-der-besten-kletter-filme-aller-zeiten View northward of Mount Everest from an aircraft from airline company Drukair in Bhutan. (c) shrimpo1967 derivative work: Papa Lima Whiskey 2

Was könnte wohl die beste Beschäftigung sein, wenn man gerade nicht selbst zum nächsten Kletterabenteuer kann? Richtig: Man schaut anderen dabei zu und lässt sich auf ganzer Breite inspirieren, um schon bald wieder selbst nach dem Kletterseil zu greifen und das Chalkbag aufzufüllen. Mit diesen genialen sechs Filmen, die auf wahren Begebenheiten basieren, schlägt das Kletterer-Herz sofort höher. Sie alle sind nicht nur unglaublich mitreißend und spannend, sondern sie lehren uns allen vieles über das Klettern und seine Tücken.

K2 – Das letzte Abenteuer (1991)

Beginnen wir beim Film „K2" aus dem Jahr 1991. Der K2 im Karakorum ist nach Mount Everest der zweitgrößte Berg der Erde, allerdings dennoch deutlich anspruchsvoller und gefährlicher als der Berg im Himalaya. Die Geschichte des Films „K2" basiert grob auf der wahren Begebenheit der zwei amerikanischen Kletterer Jim Wickwire und Louis Reichardt, die es als erste Amerikaner auf den Gipfel des gefährlichen Bergs schaffen wollten. Wie von einem Bergsteigerdrama zu erwarten, geht während der Expedition einiges schief, sodass sie schließlich zu einem mitreißenden Kampf ums Überleben wird. Kletterer bekommen bei dem Film allerdings nicht nur Entertainment und Spannung pur, sondern können auch einiges über die Gefahren des 8.600 Meter hohen K2 sowie über die Wichtigkeit des Zusammenhalts und der Freundschaft beim Klettern lernen.

Free Solo (2018)

Beim Dokumentarfilm „Free Solo" von National Geographic aus dem Jahr 2018 wird so manch ein Zuschauer den Atem angehalten haben. Der oscarprämierte Dokumentarfilm erzählt die atemberaubende Geschichte des Kletterers Alex Honnold und seine Mission, die Steilwand des El Capitan im Yosemite Nationalpark in Kalifornien Free Solo zu besteigen – das bedeutet, allein und ohne jegliche Sicherung. Der Dokumentarfilm zeigt nicht nur den unglaublichen Aufstieg an der Steilwand, sondern stellt den Kletterer Alex Honnold und seine ausufernde Vorbereitung und Angstbewältigung vor. „Free Solo" zeigt, wie Menschen unter extremen Druck Wahnsinns-Leistungen abrufen können, was nicht nur beim Klettern eine essenzielle Fähigkeit ist, sondern auch bei anderen Lebenssituationen, in denen es darum geht, Bestleistung zu erbringen, wie etwa beim Pokerspielen. Der Film ist unglaublich und zeigt, wie ein Mensch mit Willenskraft, Durchhaltevermögen und Vorbereitung Unmögliches möglich machen kann. Den Trailer zum sagenhaften Film haben wir hier bereits veröffentlicht.

Durch die Wand – The Dawn Wall (2017)

Auch der amerikanische Freikletterer Tommy Caldwell hat sich El Capitan im Yosemite National Park in Kalifornien vorgenommen. Für ihn sollte es gemeinsam mit Kevin Jorgeson die berühmtberüchtigte Dawn Wall hinaufgehen. Dies ist der Teil des Felsens, der als unbezwingbar gilt und die noch niemand zuvor hinaufgeklettert war. In „Durch die Wand – The Dawn Wall", dem Dokumentationsfilm von Red Bull Media House und The Orchard, wird die sagenhafte Geschichte der beiden Kletterer verfolgt und wie sie sich der scheinbar unmöglichen Mission stellen. An der Dawn Wall des El Capitan, dem Teil des Felsens, auf den in der Früh die ersten Sonnenstrahlen fallen, geht es über 900 m senkrecht hinauf. Es war der Januar 2015 als sich die beiden Freikletterer der Mission stellten und über einen Zeitraum von Wochen förmlich an dieser Wand lebten, um es bis an die Spitze zu schaffen. Doch es geht um mehr als das Erklimmen einer Steilwand. Denn Tommy Caldwell hatte in seinem Leben bereits mehr als einen Rückschlag zu überwinden, die er beim Klettern verarbeitet: Mit 22 Jahren wurde er in Kirgisistan als Geisel genommen, was aus ihm einen echten Kämpfer machte. Seine Schlacht: Die Dawn Wall im Yosemite National Park in Kalifornien. Hat er es geschafft? Die Antwort kann sich jetzt jeder in „Durch die Wand" auf Amazon anschauen. Eins wird dabei jeder Kletterer nachvollziehen können: Beim Klettern geht es um weitaus mehr als nur den Sport.

Nordwand (2008)

Der deutsche Film „Nordwand" aus dem Jahr 2008 ist ein weiterer Klassiker unter den Kletterfilmen, den sich jeder angesehen haben sollte, der selbst gern klettert. Der Film von Philipp Stölzl spielt im Jahr 1936 und erzählt die sagenhafte Geschichte der Bergsteiger Toni Kurz und Andi Hinterstoisser, die an einem Wettkampf um die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand in den Alpen teilnehmen. Obwohl die 1.800 Meter hohe Bergwand auch den Spitznamen „Mordwand" trägt, machen sich die beiden auf, um als Erste die Spitze zu erklimmen und Ruhm, Ansehen und olympisches Gold zu ergattern. Ein unvorhergesehener Wetterumschlag soll den Aufstieg allerdings schnell in einen Überlebenskampf verwandeln, in dem sich die Kletterer einer Herausforderung nach der anderen gegenübersehen. Der Bergfilm-Thriller „Nordwand" mit Benno Fürmann und Florian Lukas ist inzwischen ein Kultfilm unter Kletterern und stellt die Gefahren des Kletterns unter miserablen Umständen grandios zur Schau.

Everest

Der Film „Everest" aus dem Jahr 2015 ist einer der kommerziell erfolgreichsten Filme des Jahres und einer der besten Kletter-Filme aller Zeiten. Auch er basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt die tragische Geschichte, die sich 1996 auf dem Mount Everest zugetragen hat. Es geht dabei um den Überlebenskampf zweier Expeditionsteams von Scott Fischer und Rob Hall, die sich den höchsten Gipfel der Welt vornahmen. Wie auch im Film „Nordwand" machen auch hier miserable Wetterumstände den Kletterern einen Strich durch die Rechnung. Inmitten eines unerbittlichen Schneesturms kommen die Bergsteiger im Kampf ums Überleben an ihre Grenzen und darüber hinaus. Der Abenteuerfilm vom isländischen Regisseur Baltasar Kormákur basiert auf dem dokumentarischen Roman von Jon Krakauer „In eisige Höhen – Das Drama am Mount Everest", der die Ereignisse von damals auf dem Dach der Welt schildert. Wer sich den grandiosen Abenteuerfilm mit unter anderem Jason Clarke, Josh Brolin und Jake Gyllenhaal ansehen will, kann ihn sich auf Amazon Prime Video ausleihen, um mehr über das Kletter-Desaster von damals am berühmtesten Berggipfel der Welt zu erfahren.

Sturz ins Leere (2003)

Das britische Dokudrama „Sturz ins Leere" aus dem Jahr 2003 erzählt eine ebenso spannende und unglaubliche Geschichte der zwei Bergsteiger Joe Simpson und Simon Yates, die sich im Jahr 1985 aufmachten, um in den peruanischen Anden den 6.344 Meter hohen Gipfel Siula Grande zu besteigen. Als Erste nahmen sie sich die Westflanke vor, die den beiden Kletterern aus England zum Verhängnis werden sollte. Das Dokudrama erzählt von den unglaublichen Strapazen und einem Überlebenskampf sondergleichen: Nachdem sie den Gipfel bereits erklommen hatten, bricht sich Joe beim Abstieg das Bein, woraufhin er schließlich in eine Gletscherspalte fällt und dort um sein nacktes Überleben kämpft. Ebenso wie in den anderen genannten Filmen handelt es sich um eine wahre Geschichte. Der Film von Regisseur Kevin Macdonald basiert dabei auf dem von Joe Simpson eigens geschriebenem, gleichnamigen Buch, in dem die Nerven-zermürbenden Ereignisse in den Anden aus eigenen Augen erzählt werden. Hier erfährt jeder Kletterer, was es heißt, selbst unter schlimmsten Bedingungen ums Überleben zu kämpfen.

Kletterfilme sind ein grandioser Zeitvertreib für Kletterfreunde, bei denen einem das Herz gleich höherschlägt. Ob Thriller oder Dokumentarfilm, bei diesen Filmen wird jeder zwischendurch den Atem anhalten.  

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